31. März 2005

Pressemitteilung

Das Künstlerhaus Gasteiger

Das lange Zeit unbekannte Künstleranwesen Gasteiger wird immer beliebter. Nicht nur die leicht gestiegenen Besucherzahlen im vergangenen Jahr, sondern auch zwei Publikationen über die Gasteigers belegen das große Interesse: In dem neu erschienenen Buch "Künstlergärten in Deutschland" beschreibt Karin von Behr Haus, Anwesen sowie Garten des Künstlerehepaares Gasteiger. Im Bildband "Inspiration Ammersee" der Kunststiftung Hohenkarpfen bei Tuttlingen in Baden-Württemberg beschäftigen sich unter anderen Elmar Schmid und Brigitte Unger-Richter mit dem Künstlerehepaar.


Das Grabmal der Künstlerfamilie Gasteiger

Mit der neuen Sommersaison erwartet die Besucher das im vergangenen Jahr aufwändig restaurierte Grabmal der Künstlerfamilie Gasteiger.

Das Grabmal für den bekannten Münchner Bildhauer Mathias Gasteiger (1871-1934) sowie seine Frau, die Malerin und Kunstgewerblerin Anna Sophie Gasteiger (1877-1954), steht auf dem Höhenfriedhof in Holzhausen bei Utting am Ammersee, nördlich der Kirche. Es wurde vermutlich im Jahr 1934 errichtet.

Da das Grabmal drohte umzufallen, beschloss die Bayerische Schlösserverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Hochbauamt Landsberg/Lech eine grundlegende Restaurierung. Das deutlich verschobene und aus den Fugen geratene Standrelief musste dafür komplett abgebaut und in Einzelteile zerlegt werden. Die Restauratoren entfernten dann die starke Bemoosung, besserten die durch rostendes Eisen abgeplatzte Teile sowie alle Fugen aus und befreiten das Marmorrelief von weiteren Verschmutzungen. Auch das Marmorrelief wurde gereinigt und konserviert.

Um das Grabmal zu stabilisieren, wurde der Sockel aus Jura durch frostsichereren Muschelkalk ersetzt. Die umfangreichen Instandsetzungsarbeiten dauerten von Oktober 2003 bis April 2004.

Das Grabmal ist rund 2,60 Meter hoch und besteht aus Jurakalkstein und weißem Marmor, die Einfassung aus Jurakalkstein. Das Marmorrelief zeigt einen Jüngling (Apoll?), der zwei Kränze trägt und an einem Pfeiler mit Leier (Lyra) lehnt. Vor dem Pfeiler steht ein Schild und eine Schriftrolle. An den Nebenseiten sind Vasen im Halbrelief gemeißelt. Die Namen der Verstorbenen sind in das Schriftfeld eingraviert.

In der 80er Jahren wurde eine nicht passende Granittafel für Alfred Faber und Irene Faber-Gasteiger (beide 1984 gestorben) mit Metallbuchstaben darüber angebracht, die mit der Fertigstellung des Standreliefs wieder entfernt wurde. Die Schlösserverwaltung ersetzte die unpassende Tafel mit einer neuen Schriftplatte aus Muschelkalk. Diese Platte für Alfred Faber und Irene Faber-Gasteiger (beide 1984 gestorben) wurde im September 2004 kurz vor der Winterpause angebracht.


Gartenlust – Lustgärten während der BUGA

Führungen durch die großen Parkanlagen in München und Umgebung

Während der vom 28. April bis 9. Oktober in München stattfindenden Bundesgartenschau spielen die Gärten Münchens und Umgebung eine besondere Rolle. Im Englischen Garten, im Hofgarten der Residenz München, in den Maximiliansanlagen, in den Schlossparks von Nymphenburg, Schleißheim und Dachau, auf der Roseninsel, in Park Feldafing und im Landschaftsgarten Gasteiger werden regelmäßig Parkführungen – auch in verschiedenen Fremdsprachen – angeboten.

Im Landschaftspark Matthias Gasteiger in Holzhausen am Ammersee lädt Christian Niederbichler am 8. Mai zur ersten Parkführung. Die Führung unter dem Titel "Der Landschaftsgarten des Künstlerhauses Anna und Mathias Gasteiger. Ein Kleinod am Ammersee zwischen Kultur und Natur" beginnt um 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr. Die Teilnahme an den Führungen kostet zwei Euro pro Teilnehmer. Weitere Parkführungen finden am 3. und 31. Juli sowie am 11. September statt.


Geplante gärtnerische Maßnahmen am Anwesen Gasteiger im Jahr 2005

Staudenbeete an der Villa

Neben den turnusmäßig durchzuführenden Unterhaltsarbeiten an den Staudenbeeten ergänzt die Schlösserverwaltung heuer die Beete um die Villa mit neuen Stauden – darunter vor allem neue Dahlien-Sorten.

Freistellung wichtiger raumbildender Solitärgehölze

Mit der Freistellung mehrerer für die Raumbildung wichtiger, ursprünglich solitär stehender Eichen wurde im Winter 2002/03 begonnen. Diese Maßnahme wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Außerdem soll durch die behutsame Auslichtung des Unterwuchses die direkte Sichtachse von der Villa auf den Ammersee wieder angedeutet werden.


Pressemitteilung 31. März 2005

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