29. September 2017

Pressemitteilung

Baumaßnahmen im Park Schönbusch

Die Bayerische Schlösserverwaltung teilt mit, dass ab 4. Oktober im Park Schönbusch in Aschaffenburg zwei größere Baumaßnahmen beginnen.

Im Zuge der ersten großen Baumaßnahme wird der Wegeverlauf von der Fichtensaalbrücke über den Sommer-Biergarten bis hin zur Kleinen Schönbuschallee komplett instandgesetzt. Die denkmalgerechte Sanierung dieser zentralen Zuwegung zum und im Park und des Haupterschließungsweges ist der Beginn eines mehrjährigen, umfassenden Sanierungskonzeptes, mit dem die Hauptwege im Park Schönbusch sukzessive verbessert werden sollen. Die gute Begehbarkeit und die zügige Entwässerung der Parkwege stehen dabei im Vordergrund. Außerdem sollen im Rahmen dieser Baumaßnahme auch die verschliffenen Wegelinien wieder nach historischem Vorbild korrigiert werden. Im gesamten Parkbereich ist mit Einschränkungen zu rechnen, da einzelne Abschnitte zeitweise gesperrt oder umgeleitet werden müssen. Parallel zur Kleinen Schönbuschallee wird für den Zeitraum der Arbeiten ein provisorischer Ersatzweg erstellt. Dieser mit Rindenmulch überzogene Ersatzweg wird über die seitliche Grünfläche führen.

Als zweite große Baumaßnahme wird der Kanal am Schlösschen entschlammt. Um die Belange des Naturschutzes angemessen zu berücksichtigen und die im Kanal lebende Teichmuschel zu schützen, erstellte eine Biologin im Vorfeld ein Gutachten. Zudem wurde die Entschlammung des Kanals im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

Der Park Schönbusch

Der Park Schönbusch ist einer der frühesten Landschaftsgärten Süddeutschlands. Der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Friedrich Karl von Erthal ließ ab 1775 das ehemalige kurfürstliche Wildgehege zu einem Park umgestalten. Unter maßgeblicher Mitwirkung seines Staatsministers Graf Wilhelm von Sickingen und des Architekten Emanuel d'Herigoyen wurden zwischen 1775 und 1802 künstliche Seen und Wasserläufe ausgehoben, Hügel aufgeschüttet und malerische Gehölzpflanzungen angelegt.

Zur Vollendung der Gartenanlage war spätestens seit 1783 Friedrich Ludwig von Sckell hinzugezogen worden. Sckell konnte hier erstmals die in England erlernten Grundsätze der landschaftlichen Gestaltung in einem als Ganzes neu angelegten Park anwenden. Er hinterließ einen der bedeutendsten Landschaftsgärten Deutschlands.

Bis 1788/89 entstanden Parkbauten wie das Dörfchen und die Hirtenhäuser als ländlich-pittoreske Staffagen, das Philosophenhaus, der Freundschaftstempel, der Aussichtsturm, der Speisesaal und die Rote Brücke.

 

Presse-Informationen:
Dr. Cordula Mauß und Franziska Hölzle
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 29. September 2017

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