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Gürtlerwerkstatt

Bild: Gürtlerwerkstatt

 

Die Gürtlerwerkstatt hat ein breites Spektrum an Aufgaben zu bewältigen. Dazu zählen die Herstellung von Beschlägen an Türen, Fenstern und Möbeln, metalltechnische Ergänzungen an und Neuanfertigungen von Laternen für Park- und Hofbeleuchtungen, die Rekonstruktion von Dachbekrönungen und von verschiedenartigen kunsthandwerklichen Einzelteilen aus Metall. Es werden Halbedelmetalle, also Kupfer, Messing, Tombak und auch Eisen verarbeitet. Das Metall wird, anders als bei Schmied und Ziseleur, meistens in die gewünschte Form getrieben. Schmiede- und Ziselierarbeiten werden allerdings auch ausgeführt.

 

Bogennachbau

Bogen als Attribut einer Parkfigur,
oben Kupfer getrieben, unten Metallvollguss

Sind größere Stückzahlen erforderlich werden zunächst Schablonen aus dünnem Blech geschnitten. Dann wird nach diesem Muster mit einer Säge in einer Art Laubsägearbeit der Umriss aus Metall gesägt. Die Feinarbeit erfolgt mit entsprechenden Werkzeugen. Eine große Auswahl von Hämmern ist notwendig, um jede Art von Rundungen aus dem Metall zu treiben. Mit verschiedenen Meißeln werden teils phantasievolle Muster ins Metall gearbeitet und mit Feilen unterschiedlicher Körnungsgrade lassen sich Kanten glätten und Oberflächen ebnen. Ziselierpunzen dienen der Anbringung von Zierkerben.

 

Schauwerkstatt

Schauwerkstatt mit Lüsterverdrahtung 2010
in der Neuen Residenz Bamberg

Einen weiteren Schwerpunkt bilden die metalltechnische Instandsetzung von Lüstergestellen und die Neuverdrahtung der prächtigen Glasbehänge. Die kostbaren Lüster werden zunächst gereinigt und demontiert. Die Metallteile werden ergänzt und die Oberflächen, wenn erforderlich, in Zusammenarbeit mit der Vergolderin neu versilbert oder vergoldet. Anschließend werden die Glas-Pendeloques nach genau ausgearbeiteten Behangplänen mit vergoldetem Silberdraht neu befestigt. Alle Arbeiten erfolgen in enger Kooperation mit der zuständigen Mitarbeiterin für Lüsterrestaurierung im Restaurierungszentrum.  

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